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Warum sich der Glaube an das Land lohnt – mit Justus Geilhufe

Zwischen globalen Krisen und wirtschaftlichen Sorgen fühlen sich viele Menschen überfordert, obwohl sie ihr persönliches Leben oft positiv bewerten. Rixa Fürsen spricht mit dem sächsischen Pfarrer Justus Geilhufe über diese Diskrepanz und den gesellschaftlichen Umgang mit ständigen Negativschlagzeilen. Isolierte Filterblasen auf Plattformen wie Telegram und ein fehlender Austausch mit Andersdenkenden verschärfen die Spaltung demnach zunehmend.

Inmitten eines massiven Vertrauensverlusts in große Institutionen versucht die Kirche, im ländlichen Ostdeutschland wieder Räume für echte Begegnungen zu schaffen. Geilhufe erklärt, warum gelebte Gemeinschaft und feste Riten gerade jetzt für den sozialen Zusammenhalt so essenziell sind. Genau wegen dieser gesellschaftlichen Relevanz vor Ort gerate die Kirche auf dem Land auch zunehmend ins Fadenkreuz der AfD.

Statt auf radikale Disruptionen zu setzen, plädiert der Seelsorger für mehr Dankbarkeit und einen konstruktiven Blick auf die eigene Herkunft. Selbst in unruhigen Umbruchsphasen könne der christliche Glaube dabei helfen, Ohnmachtsgefühle abzubauen und hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken.

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Warum die politische Mitte online verliert – mit Clara von Nathusius

Clara von Nathusius hat ihren Job in der Pressestelle der Kulturstaatsministerin gekündigt, um als Content Creatorin durchzustarten. Im Gespräch mit Rixa Fürsen erklärt die CDU-Politikerin, warum sie der bürgerlichen Mitte im Netz eine lautere Stimme geben will.

Viele Abgeordnete scheuen klare Botschaften und überlassen die Plattformen kampflos den extremen Rändern. Clara von Nathusius betont, dass Instagram längst das neue politische Vorfeld der Meinungsbildung ist. Wer hier nicht polarisiert, dringe bei den Wählern gar nicht durch.

Zudem diskutieren Rixa und ihr Gast über die parteiinterne Forderung nach einem Social-Media-Verbot für Jugendliche. Clara von Nathusius lehnt staatliche Verbote strikt ab und sieht bei den Bildschirmzeiten stattdessen die Eltern in der Erziehungspflicht.

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Gehen der Ukraine die Schutzschilde aus? Mit Nico Lange

Der Raketenterror gegen Kiew und andere Teile der Ukraine bringt Wladimir Putin militärisch keine Geländegewinne, zielt aber auf die Zermürbung der Zivilbevölkerung. Rixa Fürsen bespricht mit dem Sicherheits- und Verteidigungsexperten Nico Lange die Lage nach der russischen Frühjahrsoffensive 2026.

Lange kritisiert die zögerliche europäische Militärhilfe und das Fehlen strategischer Luftverteidigung scharf. Um Angriffe nachhaltig zu stoppen, müsse die Ukraine russische Rüstungsfabriken und Lieferketten mit Waffen wie dem Taurus gezielt ausschalten können.

Auch bei Rufen nach Diplomatie warnt er vor Naivität: Erfolgreiche Verhandlungen seien nur durch harten wirtschaftlichen und militärischen Druck möglich. Wirksame Hebel wären etwa ein umfassender Stopp für Schengen-Visa für Russen oder das konsequente Blockieren der Schattenflotte.

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Der Preis von Europas China-Abhängigkeit – mit Janka Oertel

Chinas Exporte treffen die deutsche Kernindustrie in nie da gewesener Härte und Geschwindigkeit. Weil massiv Arbeitsplätze wackeln, sucht Europa händeringend nach einer politischen Notbremse. Rixa Fürsen spricht mit Janka Oertel über die existenzielle Bedrohung für den Autobau und Maschinenbau. Oertel ist Politikwissenschaftlerin und China-Expertin, bei der Denkfabrik „European Council on Foreign Relations“ ist sie Direktorin des Asienprogramms und Senior Policy Fellow.

Wie hart Peking inzwischen zurückschlägt, zeigt die Reaktion auf jüngste EU-Sanktionen. Binnen 24 Stunden konterte China mit Exportrestriktionen gegen Rüstungskonzerne wie Rheinmetall. Trotzdem wächst in Europa der Widerstand, sodass beim EU-Rat im Oktober scharfe Handelsschutzmaßnahmen folgen könnten.

Während wir noch über E-Autos diskutieren, plant China längst die nächste industrielle Revolution. Im Bereich der sogenannten Biomanufaktur will Peking eine globale Dominanz aufbauen, um unabhängiger von fossilen Rohstoffen zu werden. Oertel warnt davor, dass Europa auch bei dieser Zukunftstechnologie seine aktuelle Führungsrolle verspielen könnte.

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Warum wir den Islamismus unterschätzen – mit Gülden Hennemann

Wie konnte ein polizeibekannter Gefährder das islamistische Attentat in Berlin auf den CSD verüben? Rixa Fürsen analysiert mit Extremismus-Expertin Gülden Hennemann, warum es bei den Behörden womöglich zu Fehleinschätzungen kam. Hennemann ist Politikwissenschaftlerin und Orientalistin. Sie leitet die Zentrale Koordinierungsstelle für Maßnahmen gegen Extremismus im bayerischen Justizvollzug.

Hennemann warnt, dass eine bloße Distanzierung z.B vom IS mögliche Täter nicht gleich ungefährlich mache. Sie fordert einen lückenlosen Informationsaustausch zwischen Polizei und Gerichten, der nicht durch falschen Datenschutz blockiert werden dürfe.

Im „Beraterkreis Islamismusprävention und Islamismusbekämpfung“ des Bundesinnenministeriums kämpft Hennemann dafür, Radikalisierungsprozesse frühzeitig zu stoppen, ganz besonders an Schulen. Zudem müsse die Gesellschaft aufhören, Islamismus aus falscher Angst vor Stigmatisierung zu tabuisieren.

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